Die Hornisse

 


Bevor wir mit der eigentlich Aufklärung über Wespen/Hornissen/Bienen beginnen, eines vorab: 

Wespen/Hornissen/Bienen dürfen nicht mit Absicht verletzt, eingefangen, gestört oder gar getötet werden. § 39 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) umfasst alle Wespenarten in Deutschland und Mitteleuropa.


3 Hornissenstiche können einen Menschen töten, 7 Hornissenstiche sogar ein Pferd. Stimmt das? Nein! Ein ganz klares Ammenmärchen. 


Hornissen sind groß, größer als Wespen, als Hummeln und erst recht größer als unsere Honigbienen. Wir hören sie bereits von weitem und zugegeben, Hornissen sehen auch nicht gerade freundlich aus. Dabei sind sie wahre Aufräumer. Gehen uns im August/September die Gemeinen Wespen oder die Deutschen Wespen auf die Nerven, so können wir froh sein Hornissen zu haben. Denn Hornissen fressen Wespen. 


Sobald die ersten fünf bis zehn Arbeiterinnen gegen Anfang Juli geschlüpft sind, fliegt die Königin immer seltener aus, denn alle anfallenden Aufgaben übernehmen jetzt nach und nach die Arbeiterinnen. Diese Tiere sind mit 18 bis 25 Millimetern deutlich kleiner als die 35 Millimeter lange Königin, ihre Lebenserwartung beträgt nur etwa drei bis vier Wochen. Die gefährlichste Zeit für das Hornissenvolk ist jetzt überstanden, denn der Königin kann im Nest nur noch wenig zustoßen.

In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen; das Nest ist rund 60 cm hoch. Die Königin ist in der Lage, ganz gezielt Eier zu entwickeln, aus denen nur noch die Männchen und die Jungköniginnen schlüpfen. Das Erscheinen der ersten Geschlechtstiere kündet bereits den Untergang des Hornissenstaates an. Die Arbeiterinnen vernachlässigen allmählich die alte Königin, sie wird nicht mehr richtig versorgt. So verlässt sie schließlich das Nest und stirbt mit einem Lebensalter von etwa einem Jahr.

Im Herbst schwärmen die Geschlechtstiere aus und sammeln sich oft an einzeln stehenden Bäumen oder in unmittelbarer Umgebung vom Nest zur Paarung. Die begatteten Jungköniginnen suchen sich nun für den Winter einen geschützten Unterschlupf, wo sie bis zum nächsten Frühjahr ruhen. Die letzten Arbeiterinnen sterben Anfang November, womit das letzte Leben im Nest erlischt. Allerdings haben wir auch schon Hornissen Anfang Dezember gesehen, da die Temperaturen sehr mild waren.

 
 
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