Wespennest


Ein Kunstwerk. So ein Wespennest kann nicht nur sehr groß werden, sondern sieht mitunter sehr schön aus. Jede Wespenart baut ihr Nest anders. Ort, Beschaffenheit, Eingang, Aufbau - jedes ein Unikat.


Woraus besteht ein Wespennest?

Im Grunde genommen besteht das Wespennest aus Papier. Feldwespen und Echte Wespen, zu denen Hornissen sowie Kurzkopf- und Langkopfwespen gehören, stellen ihr Baumaterial aus sogenanntem vergrautem Holz her. Dieses findet sich an der verwitterten Oberfläche von Brettern, Masten und Ähnlichem und enthält kein Lignin (Ein Stoff im Holz, der dafür sorgt, dass das Holz fest bleibt) mehr, sondern nur noch Cellulose. Indem sie den Kopf seitwärts schwenkt und dabei rückwärts geht, schabt die Wespe die Fasern des Grauholzes mit ihren Oberkiefern ab. 

Aus Holzfasern und Speichel bildet sie Klümpchen, die an Pappmache erinnern. Zu Hause im Nest zieht die Wespe an einer unfertigen Kante einer Wabenzelle oder auch an der äußeren Kante des Nests die Fasern auseinander und fügt sie an den Rand an. Wenn das Material aus verschiedenen Quellen stammt und daher leicht unterschiedlich gefärbt ist, ergibt sich dadurch ein Streifenmuster. Durch kräftiges Einspeicheln wird die Oberfläche schließlich noch stabilisiert, so dass das Nest bis zum Herbst der Witterung standhält.


Haben Wespennester mehrere Geschosse?

Wenn man es genau nimmt, ja! Die mitteleuropäischen Wespenarten bauen vor allem mehrstöckige Nester, die mit einem Innenskelett versehen sind: Mit einem Stiel wird die erste horizontale Wabe – mit den Öffnungen nach unten – am Untergrund befestigt; ein zweiter Stiel verbindet sie später mit der nächsten, ebenfalls nur einschichtigen Wabe und so weiter. Zwischen den Waben und der Hülle, die allmählich auch nach unten ergänzt wird, bleibt ringsum ein Spalt, durch den die Tiere von einem Stockwerk ins nächste gelangen. Die Außenhülle ist oft aus mehreren Schichten aufgebaut und isoliert das Nest durch die eingeschlossenen Luftpolster hervorragend gegen Hitze oder Kälte. Das Flugloch zeigt stets nach unten oder zu der vom Wind abgewandten Seite. Soll das Nest vergrößert werden, wird eine innere Hülle ab- und eine neue Außenhülle aufgebaut. Dann werden neue Waben an die bestehenden angebaut.



Der Standort so individuell wie das Aussehen der Nester

Wespen passen ihre Bauweise an die Gegebenheiten an. Wo sie Platz finden, beginnen sie zu bauen und orientieren sich in die Richtung, die ihnen am wenigsten Widerstand bietet. Das kann sowohl an einer Fassade entlang, unter Dachrinnen oder in eine Hausmauer hinein sein. Wenn das Material von ihnen bearbeitet bzw. herausgebrochen werden kann, werden kleine Löcher schnell verbreitert. Nicht selten müssen daher auch Dämmungen der Hauswand dran glauben.




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